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Jugend-WM in Valence 2009

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Bericht von Christoph Gabrisch und Nationalkader Team.
 
 
 
Der erste Tag in Valence stand ganz im Sinne der Erholung. Einige mussten am Anreisetag ja auch schon mitten in der Nacht (4.30 Uhr) aufbrechen, um den Treffpunkt in Lindau zu erreichen. Valence empfing uns übrigens eher unfreundlich, es gewitterte und regnete in Strömen in der 65.000 Einwohner Stadt. Nach einem ausgiebigen Frühstück am Mittwoch morgen wurde noch eine kleine Mentaltrainings-Einheit im Seminarraum des Hotels abgehalten, so dass sich auch jeder von uns in den nächsten anstrengenden Tagen richtig auf seinen Wettkampf fokussieren konnte.
Im Anschluss ging es auf Shoppingtour, um die eigenen Lager mit Essen und
 
Getränken zu füllen. Im Supermarkt angekommen hielt ich dann noch schnell eine kleine Unterrichtseinheit, in der ich bildlich einige Lösungsmöglichkeiten für besonders knifflige Längenzüge darstellte.
Irgendwie ist es anscheinend so, ich bin einfach zu klein, wie das nebenstehende Bild beweist.
Im schicken DAV Bus, der auch für bouldertauglich erklärt wurde, ging es dann weiter zu einem Erholungspark mit Badeweiher und angeschlossenem Minigolfplatz. Auf dem Minigolfplatz wurden dann auch gleich die ersten offiziellen Nationalkader-Minigolfmeisterschaften abgehalten, bei der jeder damit kämpfte, die verflixten Bälle in die viel zu kleinen Löcher zu spielen. Einige konnte hier sogar durch Beweglichkeit glänzen. Als dann auch noch die Sonne richtig aus den Wolken hervorgekrochen kam, wurde dann auch ausgiebig in der Sonne gechillt, besonders wir Mädels wollten ja nicht ohne Bräune nach Hause kommen.

Am nächsten Morgen ging es dann los,da hieß es wieder "Nur wer blockt, der rockt!", "Wer stellt, der hält!" und "Wer nicht steht, der geht!"."
Es gab Frühstück um 8 Uhr und dann gleich auf zur Halle. Die Trainer benutzten das böse Wort mit "L", also mussten wir uns zu Fuß auf den Weg machen. Nach dem üblichen Registrationsgeplenkel konnten wir dann auch einen Blick auf die endgültigen Startlisten werfen. Unsere Athleten waren über den ganzen Tag verteilt.
 
Endlich war ich an der Reihe.Die Route lag mir total und so legte ich mal gleich zu Beginn ein Top hin.
Das tat gut und ich ging gelassen zu der noch anstehenden Eröffnungsfeier.
In einem großen Prozessionsmarsch zogen alle Nationen, angeführt vom jeweiligen Fahnenträger, von der Kletterhalle zu der in einem Park aufgestellten Speedwand. Die ganze Menge wurde von einer wild trommelnden Band angeführt, die auch für einige Späße mit der Polizei zu haben war. Auf dem Platz "Champ de Mars" angekommen, durfte sich dann unser Fahnenträger David in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Kaum hatte er den Stift weggelegt ging es auch schon zur Wasserschlacht in den großen Springbrunnen auf dem Platz. Nach und nach gesellten sich dann auch alle Nationen zu uns in den Springbrunnen und wir hatten eine riesen Gaudi zusammen.
Am zweiten Wettkampftag lief nicht alles so wie ich mir das vorgestellt hatte.Ein sehr weiter Zug im unteren Drittel der zweiten Quali-Route machte mir zu schaffen. So dauerte es einige Zeit,  bis ich die für mich kletterbare Lösung gefunden hatte.Da liefen mir dann die 6 Minuten davon und ich bekam ein Time-out.
Aber ...........................es reichte fürs Halbfinale .
Wie sagt man so schön ,neue Runde Neues Glück.
In der Halbfinalroute gab ich alles, war doch mein Ziel auf jeden Fall Finalteilnahme. Puuhhhh grad noch mal geschafft. Als achte ins Finale der besten Acht gerutscht.
Im Finale ging dann die Post ab.Die Halle war brechend voll und eine Aola-Welle der Begeisterung empfing jeden Finalteilnehmer ganz egal welcher Nation.Die Juniorinnenfinalroute war geprägt von einer extrem schweren Einzelstelle. So gut wie alle Juniorinnen kletterten flüssig bis zu einem großen Sloper, von dem man weit auf eine kleine Leiste ziehen musste. Diese Stelle wurde leider auch Jule und mir zum Verhängnis. Wir fielen beide beim Zug zur Leiste.
Allerdings wurde es dann Platz 6 über den ich mich riesig freu.